Halbautom. Pistole abgeänderte Seriefeuerwaffe Stetschkin APS Kal.9mmMakarov (9x18) frühe Variante
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Occasionswaffe
Halbautom. Pistole abgeänderte Seriefeuerwaffe Stetschkin APS Kal.9mmMakarov (9x18) mit Anschlagschaft, Holzkasten eine der ersten Varianten, bekannt aus dem Kalten Krieg.
Der berühmte russische Konstrukteur der Faustfeuerwaffen bekannt gewordene Igor Jakovlevitsch Stetschkin, arbeitete nach seinem Abschluss an der Hochschule für Mechanik Tula als Jungkonstrukteur im Konstruktionsbüro ZKB-14 von Tula. Die 7,62mm vollautomatische Pistole war Thema seiner Diplomarbeit und er sollte die Konstruktion für die neue 9mm Patrone nachbearbeiten. Die Pistole sollte Einzel- und Dauerfeuer auf seine Entfernung von bis zu 200m verschiessen, ein Magazin mit grosser Kapazität und einem Anschlagkasten verfügen der auch als Holster verwendet werden kann,
Das Versuchsmuster der neuen Pistole wurde nach der Werkserprobung in einem Prüffeld getestet. Man verglich sie mit der vollautomatischen Pistole Mauser, Astra und der Maschinenpistole PPs43. Die Waffe brachte gute Ergebnisse. Sie war der "Astra" wesentlich überlegen und stand der PPs43 praktisch nichts nach. Nach der Beseitigung einiger konstruktiven Mängel wurde die Waffe kurze Zeit nach der Truppenerprobung von der Sowjetarmee übernommen. Die Pistole wurde im Jahr 1951 zeitgleich mit der Pistole Makarov in den Dienst gestellt und bekam die Bezeichnung 9mm APS (avtomatitscheskyi pistolet Stetschkina) 9mm vollautomatische Pistole Stetschkin. Es ist interessant zu erwähnen, dass berühmte Waffenkonstrukteur Mikhail Kalaschnikow 1950/51 an der Konstruktion einer vollautomatischen Pistole arbeitete. Seine Entwicklung war aber nicht erfolgreich und blieb ein experimentelles Modell.
Die Stetschkin APS ist eine Waffe, die eine Lücke zwischen Pistolen und Maschinenpistolen ausfüllt. In ihrer Klasse ist sie mit ähnlichen westlichen Systemen gleichgestellt, wie der Glock 18,Beretta 93R, Heckler & Koch VP70. Die Stetschkin APS diente zur Bewaffnung der direkten Kampfhandlungen beteiligten Offiziere und bestimmter Truppenteile wie z.B. Panzersoldaten. Heutzutage sind solche Waffen als PDW (Personal Defence Waffen) klassifiziert. Die APS war eine ziemlich erfolgreiche, originelle Konstruktion und zählt zu den besten russischen Schusswaffensystemen. Anfangs waren die Aussichten dieser Waffen nicht sehr vielversprechend und die Erfahrung der Stetschkin APS Einsatzes in den Truppen wies einige Nachteile auf. Der grösste Nachteil bestand in dem schweren und unhandlichen Anschlagkasten. Ausserdem wurde die Stetschkin APS in einer relativ geringen Anzahl produziert. Somit war der Produktionsaufwand zu gross und man beschloss, die Produktion einzustellen. In den 80er Jahren wurden die Stetschkin APS jedoch wieder populär. Dies war ihrer später entwickelten lautlosen Varianten APB (AO-44) mit Schalldämpfer und metallischer Schulterstütze zu verdanken. Besonders häufig wurde die Pistole beim SPEZNAZ und operativen Diensten des russischen Innenministeriums eingesetzt. Und das, obwohl der grosse Anschlagkasten beim unauffälligen Tragen der Waffe unter der Kleidung erheblich störte. Einige Soldaten von Spezialeinheiten fertigten sogar handwerkliche Holster aus Zeltplanen an. Die Stetschkin APS und APB füllten die Lücke bei den Standardwaffen zwischen der Pistole PM und der AKS-74U. Obwohl eine neue Generation kompakter Maschinenpistolen, wie "Kiparis" und "Kobra" in den 1990er Jahren erschien, konnte sie die Stetschkin APS und APB nicht ablösen und die Pistole Stetschkin APS blieb bis heute im Dienst bei den russischen Spezialeinheiten. Ausserdem wurde in der DDR (Deutsche Demokratische Republik) unter dem offensichtlichen Einfluss der Stetschkin APS eine vollautomatische Pistole entwickelt, deren Versuchsserie im Jahr 1976 produziert wurde und die unter dem Motto "IX Parteitag" bekannt war.
Die Stetschkin APS ist eine Konstruktion mit einem Feder-Masse-Verschluss, hoch entwickeltem Spannabzugssystem und aussenliegendem Hahn. Die erste Variante der vollautomatischen Pistole nutzte noch das Browning-Prinzip mit der Rückholfeder unter dem Lauf. Die Serienpistolen wurden ähnlich der Pistole Makarov PM gebaut. Obwohl die Pistole Stetschkin APS wie eine gestreckte Makarov PM aussieht und einige Bauteile (Schlittenverschluss, Pistolengriff, Abzugsbügel) ähnlich sind, sind die Konstruktionen sehr verschieden.
Der Druckpunktabzug, wie bei der PM, funktioniert im Single-Action und Double-Action-Modus. Er verfügt über einen Feuerauswahl Sicherungshebel mit drei Stellungen ABT (Dauerfeuer, Einzelfeuer und Sicherung. Bei dieser vorliegenden Waffe wurde einiges auf halbautomatisch umgebaut, so das es nur zwei Stellungen gibt (Einzelfeuer und Sicherung). Das zweireihige Magazin fasst 20 Patronen. Der Magazinhalter ist unten am Griffstückende angebracht. Das Griffstück hat eine Neigung von 100 Grand. Die getrennten Griffschalen bestehen aus braunem Plastik und sind am Pistolenrahmen angeschraubt. Die Visiereinrichtung besteht aus Korn und verstellbarer Kimme mit Stellungen für 25, 50, 100 und 200m. Die Konstruktion der Stetschkin APS ist relativ einfach und besteht aus nur 35 Teilen, von denen vier zum Magazin gehören.
Zum Tragen der Pistole dient der als Holster vorgesehene Holzanschlagkasten frühe Variante, bei der späteren Variante ist der Anschlagkasten aus Plastik, Bakelit, der als Schulterstütze am Griff montiert wird. Der Holzanschlagkasten, wie beim ersten Modell der Pistole Stetschkin APS, ist dem Anschlagkasten der Pistole Browning "High Power" ähnlich. Er besteht aus einem Körper, einem harten Klappdeckel und dem Endstück mit einem Knopfschnapper. Die Pistole wird mittels einer Feder innerhalb des Anschlagkastens fixiert. Dank des gefederten Schnappers und des aus dem Holster hervorragenden Griffstückes kann die Pistole schnell herausgezogen werden. Teilweise kompensiert der lange Lauf (140mm) die schwache Patrone und gewährleistet eine gute Schusspräzision und Trefferdichte. Der Radius der Streuung beträgt 0,05m auf eine Distanz von 50m und 0,22m auf eine Distanz von 200m.
Die vorliegende Waffe ist in einem gepflegten Zustand mit Gebrauchsspuren, leider war der Deckel vom Holzanschlagschaft mal gebrochen wurde dann Fachmännisch repariert. Eine schöne Waffe für Zeitgeschichtliche Sammler und auch Sportschützen.
Technische Daten:
Hersteller: Maschinenbauwerk "Molot"
Modell: Stetschkin APS
Kaliber: 9mmMakarov (9x18)
Gesamtlänge: mit Anschlagschaft: 540mm ohne Anschlagschaft: 150mm
Lauflänge: 140mm
Magazinkapazität: 20 Patronen
Visierung: verstellbare Visierung Kimme & Korn
Griffschalen: Braune Plastikgriffschalen
Finish: Brüniert
Inkl.Zubehör: Holzanschlagschaft (Anschlagkasten der zugleich als Holster dient)
Kleine Ausnahmebewilligung-pflichtig, ABK (Ausnahmebewilligung ,,Kelin" Sammler)